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Zucht-Sucht
Bevor
wir uns Fish Tycoon genauer ansehen, zunächst eine freundliche Warnung
an den geneigten Leser: Fish Tycoon macht süchtig, und das ziemlich
schnell.

Das
(eigentlich nebensächliche) Ziel des Spiels ist es, die sieben magischen
Fische der Insel Isola zu finden. Dazu stehen dem digital-Aquarianer
zu Beginn ein Zucht- und ein Verkaufsbecken, Futter und ein Satz
Fischlaich zur Verfügung. Die Eier werden ins Zuchtbecken gesetzt,
und das Warten auf Nachwuchs beginnt. Hier taucht schon der erste
Vorteil des Handheld-Aquariums auf: Es läuft in "Echtzeit" im Hintergrund,
auch wenn der Palm ausgeschaltet ist oder grade etwas anderes tut.
Die Geschwindigkeit ist in vier Stufen von "Pause" (da wird Fish
Tycoon auf Wunsch zum Screensaver) bis "Fast" einstellbar. Tummeln
sich die ersten tropischen Flossenträger im Wasser, sollte die Stufe
"Fast" mit Vorsicht gewählt werden, da sich zwar Zuchterfolge schnell
einstellen, Probleme aber auch genauso schnell eskalieren können.
Richtig gelesen - genau wie in der analogen Aquaristik lassen sich
durch Kreuzung immer neue farbenprächtige Hybriden [Varianten] züchten,
die Bewohner des digitalen Beckens brauchen aber auch Futter und
Pflege. Es gilt, die beiden Anzeigebalken, die Hungergefühl und
Gesundheit symbolisieren, im Auge zu behalten und mit gezielten
Futter- oder Medikamentengaben Problemen gegenzusteuern. Durch die
schöne Animation (Auflösung 320 x 320) der Luftblasen und des Schwarmverhaltens
und die real wirkenden Hintergründe stellt sich ein Tamagotchi-Nerv-Gefühl
dabei niemals ein.

Im
"Supplies"-Bereich von Fish Tycoon gibt's nicht nur Medikamente,
sondern ein zusätzliches Becken, sowie Pflanzen, Luftsprudler und
Heizung, die die Umgebungsbedingungen der Fische verbessern und
die Aufzucht der ebenfalls erhältlichen selteneren und ungewöhnlicheren
Laichvarianten ermöglichen. Mit 200 $ Startkapital bleibt die Einkaufsliste
zunächst bedauerlich kurz, das Potential für Langzeitspielspaß ist
dafür um so höher. Es gilt, schöne, robuste Varianten zu züchten,
um diese dann im animierten Verkaufsbereich zu veräußern. Nicht
alle persönlichen Zuchterfolge finden entsprechenden Anklang beim
Kunden - die Simulation geht sogar so weit, dass sich gesunde Fische
aus einem gut gefüllten Verkaufsbecken besser verkaufen als kränkelnde
Einzelgänger. Der Absatz lässt sich durch ausschmücken des Verkaufsbeckens
mit feschen Ornamenten (Taucher, Schatzkistchen...) und durch Erforschung
von Werbemaßnahmen steigern. Gegen entsprechende Investition lässt
sich die Zucht auch durch Forschung im Bereich Umgebungsbedingungen
und Futter optimieren.
Fish
Tycoon schein inzwischen eine große Fangemeinde gefunden zu haben,
die ihre Strategien rege über verschiedene Foren (beispielsweise
direkt beim Hersteller) austauscht. Bei den meisten Foren schaut
sogar ab und zu einer der Entwickler vorbei, um wertvolle Tips zu
geben.
Die
Zucht-Sucht lässt sich per Infrarot als Demo-Version weiterverbreiten.
Dann können sogar die persönlichen Zuchterfolge hin- und hergebeamt
werden.
Über
folgenden Link kann eine Testversion herunter geladen werden, bzw.
das Produkt erworben werden: Fish
Tycoon
Zur
Webseite des Entwicklers geht es über folgenden Link: LDW
Software
AS
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