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PowerLex 3 für PalmOS - Software Review

[von Dario Carluccio ] Aus dem Hause G-Data erschien in diesen Tagen PowerLex3, ein Wörterbuch für den Palm. Diese dritte Auflage beinhaltet vier Sprachen. Neben den bisher schon in der zweiten Auflage einzeln erschienenen Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch ist nun auch Italienisch Bestandteil des Pakets. Das Programm ist OS5 kompatibel und unterstützt den 5-Wege Navigator des Tungsten T, Bemerkungen hierzu kommen in Ermangelung eines solchen Gerätes in meinem Haushalt, am Ende dieses Artikels von Thomas Dornscheidt, der das Programm unter OS5 sowie auf einem Handera 330 getestet hat.

Installation: Die Installation des Programmes gestaltet sich denkbar einfach, es werden nur die 77kB große Datei PowerLex3.prc auf den Palm installiert. Dazu kann man sich aussuchen, welche Sprachen man in welchem Umfang installieren will. Hier hat man je Sprache die Auswahl zwischen Professional, Standard oder Kompakt. Wer zu den glücklichen Anwendern mit einer Speicherkarte und 8,4 MB freiem Speicher gehört hat so Zugriff auf alle vier Sprachen in der Professional Version. Sogar das 77kB große Programm selber kann von der Speicherkarte gestartet werden. Die Dateien sollte sich genauso sowie auch die Wörterbücher auf der Speicherkarte in dem Verzeichnis /Palm/Launcher befinden. Komisch ist jedoch, dass das Englische Profi-Wörterbuch von Powerlex3 auf das Byte genauso gross ist, wie das von Powerlex2. Ein Vergleich der beiden Dateien ergab nur Unterschiede in den ersten 1000 der insgesamt 4435489 Byte der Datei. Die Vermutung liegt also nahe, daß sich an dem Wörterbuch selber seit Powerlex2 nichts geändert hat.

Einstellungen: Bei der Sprache der Oberfläche kann man zwischen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Niederländisch wählen. Des weitern kann man eine von sechs Aktivierungssequenzen einstellen. Mit dieser Sequenz kann das Programm dann gestartet werden, egal in welcher Anwendung man sich gerade befindet. Die Sequenzen sind Striche auf dem Graffiti Feld, zum Beispiel von Rechner-Icon zum Suchen Icon - die von mir als Rechtshänder favorisierte Sequenz. Bei meinem Sony Clié funktioniert diese nur, wenn danach ein Soft-Reset durchgeführt wird, einen Hinweis dazu habe ich aber nirgends gefunden. Auch stelle ich auf meinem Sony Clié SJ30 fest, dass das Programm nicht in schwarz/weis sondern in blau/weiss/hellgelb läuft, was mich persönlich eher irritiert, da es ungewohnt kontrastarm ist. Leider sucht man vergebens nach einer Möglichkeit diese Farben zu ändern. Angesicht der Tatsache, dass das Programm eher kurz genutzt wird ist diese Farbkombination jedoch zu ertragen. Ferner kann man unter Palm OS5 einen kleineren Font wählen, warum das aber unter OS 4.x auf einem HiRes Display nicht geht ist rätselhaft.

Bedienung: Bei der Bedienung hat man die Wahl zwischen zwei Modi: Im normalen Modus wird das Programm über den Launcher gestartet. Nun kann man Zeichenweise den zu übersetzenden Begriff über Graffiti oder Tastatur eingeben. Es wird eine Liste der Worte gezeigt, die mit den jeweils eingegebenen Buchstaben anfangen. Im unteren Bereich wird synchron die Übersetzung zu dem obersten Begriff der Liste angezeigt. Eleganter ist die Möglichkeit, die zu Anwendung kommt, wenn sich das gesuchte Wort bereits im Palm, beispielsweise in einem Merkzettel befindet. Man kann das Wort markieren und PowerLex3 mit der zuvor festgelegten Aktivierungssequenz starten. Es öffnet sich Powerlex3, der markierte Begriff wurde bereits in das Suchfeld übernommen und idealerweise, sofern der Begriff in dem Wörterbuch enthalten ist steht schon die Übersetzung dazu direkt auf dem Display. Durch einen Button in Powerlex3 kann man nun ohne Umweg über den Launcher wieder zurück zu der Applikation wechseln, von der aus man des Begriff gesucht hat. Dies Vorgehensweise hat Alexander Luxat schon im April 2002 im Beam-Magazin 1 anhand des PalmreadersPro und Powerlex2 schon beschrieben [1]. Daraufhin habe ich mir überhaupt den PalmreadersPro gekauft, denn mit dem normalen Palmreader geht diese Vorgehensweise nicht. Mit zwei Klicks kann man jederzeit in eine andere Sprache und Übersetzungsrichtung ohne merklichen Zeitverlust umschalten. Allerdings bleibt ein Wehmutstropfen, denn bei dem markierten Wort werden die Umlaute nicht in Powerlex übernommen. Sie gehen ersatzlos verloren. Da meine bevorzugte Übersetzungsrichtung aber von Englisch nach Deutsch ist, spielt für mich und sicher für viele andere dieser Umstand keine Rolle.

OS5, 5-Wege Navigator und Tungsten T [von Thomas Dornscheidt] Neben der kleinen Schrift für OS5-Geräte unterstützt Powerlex3 auch die Bedienung über den 5-Wege Navigator. Man kann Suchbegriffe über den Navigator eingeben durch einen Druck nach rechts. Dann geht die Buchstabenauswahl auf und man kann Buchstaben für Buchstaben aus einer Liste wählen um den Suchbegriff einzugeben. Danach lassen sich die einzelnen Übersetzungen über die rauf/runter-Bewegung anwählen.

HandEra 330 [von Thomas Dornscheidt] Auf dem HandEra 330 ist Powerlex3 nur eingeschränkt empfehlenswert. Der Schnellstart mit den verschiedenen Zügen im Graffitibereich funktionieren einwandfrei, allerdings stürzt der HandEra ab, wenn alle Datenbanken im RAM liegen.

Vor- und Nachteile:

  • + Kopier- und Einfügen Funktion
  • + immer dabei, wo auch der Palm dabei ist.
  • + nicht teurer als gleichwertige Wörterbücher.
  • + Grammatikalische Informationen zu jedem Begriff.
  • + Leichter und kleiner als ein klassischen Lexikon.
  • + schneller als in einem normalen Lexikon zu blättern.
  • + Unterstützung von OS5 und Tungsten T
  • - Sehr Speicher intensiv
  • - Unglückliche Farben der Oberfläche
  • - Keine Hires Unterstützung des Sony Clié

Fazit: Wenn man genug Speicher frei hat ist Powerlex3 ein ideales Wörterbuch, in dem man schneller und bequemer nachschlagen kann als wenn man in einem Wörterbuch die Seiten aus Papier blättert. Besonders die Kombination aus PalmreaderPro und Powerlex3 ist unschlagbar. Für 39,95 Euro bekommt man vier ordentliche Wörterbücher auf dem Palm.

 

 

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